18. März – 23. April 2026 · Unsere täglichen Live-Berichte von unterwegs – 234 Beiträge
📖 Reisetagebuch als PDF herunterladen
Zum Ausdrucken, Aufheben oder für den USB-Stick – mit allen Texten und Fotos
Es wird spannend
In 3 Tagen werden wir nach Marokko fahren. Wir haben eine gemütliche Abfahrtzeit gewählt. Wir werden am 19.3 gegen 10 Uhr in Algeciras abfahren.
Bemerkenswert ist es, dass am 19.März der letzte Tag des diesjährigen Ramadans stattfindet. Am nächsten Tag findet dann das Zuckerfest statt. Das Fest des Fastenbrechens, auch Eid al-Fitr genannt oder eben in Marokko Zuckerfest, ist ein wichtiger Feiertag im unmittelbaren Anschluss an den Fastenmonat Ramadan.
An diesem Tag gibt es viele Süßigkeiten und natürlich Geschenke besonders für die Kinder.
Für unseren marokkanischen Führer unserem Idriss ist es deshalb besonders schwer, zu dieser Zeit nicht in seiner Familie zu sein. Besonders schwer fällt es ihm, nicht an der Seite seiner kleinen Tochter zu sein.
Ich habe etwas vorgesorgt und für ihn ein paar Geschenke gekauft. Natürlich bringe ich für die Kinder der Familie ein paar Süßigkeiten mit. Das wird aber erst, wenn wir die Familie besuchen werden.
Die Vorbereitungen habe wir abgeschlossen, die Fährtickets sind gekauft und nun erwarte ich unsere Gäste – diesmal direkt hier in Palmones. Normal treffen wir uns mit unseren Gästen auf dem Camp „Rio Jara“ in Tarifa.
Aber dieses Mal haben wir beschlossen uns gleich hier in Palmones zu treffen, da wir stets einen Tag vor Abfahrt nach Palmones fahren, um abends ein Restaurant besuchen, um unsere Toru würdig zu eröffnen.
Bleiben Sie uns treu – wir berichten ab 19.3. täglich von unserer Reise in Marokko
Viele Grüße von Wolfgang

Es wird spannend – Info Veranstaltung und Eröffnungsessen im Schlaraffenland
Morgen beginnt unsere 36-tägige Marokko Tour mit Namen „MAROKKO HAUTNAH“.
Diesen Namen hat die Tour zu Recht erhalten, da wir viele Kontakte mit den marokkanischen Menschen haben werden und auch in Gebieten stöbern werden, die sonst von Touristen nicht so besucht werden.
Wir sind ein kleines Grüppchen von 3 Mitfahrern, denen wir unser Marokko in alle Fassetten zeigen werden. Wie der Name schon sagt, werden wir viele Gelegenheiten haben nicht nur Fotos zu schießen und ordentlich lernen, marokkanische zu kochen und auch marokkanisch zu genießen. Wir zeigen unseren Gästen natürlich den grandiosen Süden Marokkos und mit Stolz unser eigenes Camp mit unserer Kasbah, die mein persönlicher Wunsch war, zu errichten. Es war ein langer weg mit vielen beeindruckenden Erlebnissen und ein toller Wissen Zuwachs über den Lehmbau. Wir werden berichten.
Marrakech wartet auf uns, Fes und Meknès sind als Königsstädte dabei. Wir besuchen auch Casablanca – dort die größte Moschee Marokkos und schauen uns das Rick`s Café an. Lasst euch überraschen und lest alle unsere täglichen Live Berichte.
Bleiben Sie uns als Leser oder Leserin wieder treu, denn es gibt viele Neuigkeiten aus der Wirtschaft und dem Leben der Marokkaner und unsere Gäste zu berichten.
Diesmal gab es erstmalig eine kleine Änderung des Ablaufplanes:
Wir haben uns gleich in Palmones auf einem Stellplatz getroffen, ein Mini info Veranstaltung gemacht – es gab den obligatorischen Sekt und die Fährtickets.
19.30 Uhr begeben wir uns dann in unsere Gaststätte, die wohl alles Essbare bietet, was man sich wünscht.
Wir übernachten dem Stellplatz und sind morgen schnell im Hafen.
Wir haben erstmalig eine etwas später fahren de Fähre gewählt. Es gibt bei Dr. Ammon Tours keine Hektik – Urlaub ist angesagt. Die Fähre fährt erst 11.15 Uhr.
Viele Grüße von Idriss (den wir erst in Meknès treffen werden, da er bis jetzt kein Visum erhalten hat.) und Wolfgang




Wir fahren nach Asilah
10.30 Uhr haben wir uns ausgemacht in Richtung Hafen zu fahren – Afrika ruft
Die Tickets sind an Mann und wir können mit der Transmediteran fahren. Klingt gut.
Die Transmediteran ist ein großes Schiff. Wir müssen etwas warten, ehe die Formalitäten erledigt sind.
Dann geht es ins Schiff in die obere Etage. Wir stellen die Autos ab und gehen schnurstracks zum Büro des marokkanischen Beamten, der die Pässe abstempelt. Hurra, wir sind fast die ersten am Büro und sind auch alsbald fertig.
Die Überfahrt ist problemlos, die Sonne scheint nun mal ein wenig und was will man mehr. In Tanger Med. Angekommen, fahren wir zu den Kontrollen für die Autos.
Oh weh, ich habe diesmal unseren Anhänger mit nichts drin aber er wird ja kontrolliert.
Da derzeit Ramadan ist, sind die Beamten stets etwas lustlos und das kommt uns zugute. Nur müssen wir eben lange warten, bis die übermüdeten Beamten uns die Papiere geben.
Es ist heute ein schlechtes Wetter mit Regen und Wind. Die Fähren müssen warten, bis sich die Wellen etwas beruhigt haben. Deshalb verzögert sich die Überfahrt sehr.
Prima, Geld tauschen und schon sitzen wir im Auto und fahren auf die Autobahn an eine Tankstelle. Hier tanken wir, und schon fahren wir wieder los in Richtung Asilah.
Wir fahren auf der Autobahn, da es schon dunkel wird. Auf die Besichtiugung verzichten wir, da man bei der Dunkelheit nicht besonders sieht und außerdem "Essenszeit" ist. Die Stadt ist wie leergefegt.
Wir wünschen eine ruhige Nacht am Atlantik
Wolfgang und Idriss grüßen alle Leser



Wir fahren nach Meknès
Bereits um 9 Uhr beginnt unsere heutige Tour mit dem Ziel in Meknès Es gibt viel zu sehen und da muss man recht zeitig aus den Federn.
Es ist eine ziemlich lange Strecke. Da aber keiner auf uns wartet, haben wir Zeit und genießen den Tag.
Dann rollen wir langsam los.
Kurz vor Souk El Arba halten wir an und wollen nach Taginen schauen. Wir benötigen die für unsere Kochkurs.
In Souk el Arba zeigen wir unseren Gästen die erste etwas südländische Stadt in Marokko. Wir schauen auf die Autoreparaturen und gehen in den bunten Souk des Ortes.
Der Souk, das ist ein Markt, aber viel bunter und aufregender als jeder Markt in Deutschland. El Arba bedeutet, der Souk findet mittwochs statt. Es gibt viele Orte, dessen Namen die Bezeichnung des Souk Tages beinhaltet. Nun gibt es auch Souks, die ständig im Ort offen sind. Souk el Arba ist so ein Ort. Die haben einen ständigen Souk und zusätzlich einen Souk am Mittwoch!
Souk el Arba ist für uns die Einführung unserer Gäste in das “wahre“ Marokko. Was kann man da nicht alles sehen und lernen!!!
Autos werden repariert, nur eben anders als wir es gewöhnt sind. Der Souk ist die wahre Freude für Freunde des einfachen Lebens. Haben wir das nicht fast alle in D verlernt??? Hier kann man das wiederentdecken und Vergleiche ziehen, wenn man denn dazu noch in der Lage dazu ist.
Da geht es noch richtig zur Sache.
Mehr wollen wir hier nicht verraten, denn dann fährt vielleicht keiner mehr mit uns in Marokko herum.
Da aber heute das „Zuckerfest“ ist, gibt es noch nicht viel zu sehen. Es war Ramadan und da müssen die Räder erst wieder zum Rollen gebracht werden. So sind viele Geschäfte noch geschlossen.
Aber interessant ist e zu beobachten, wie vor allem die Kinder mit ihren neuen Kleidern laufen. Zum Zuckerfest gibt es vor allem für die Kinder neue Kleidung. Und die muss natürlich ausgeführt werden.
Danach fahren wir nach Meknès auf einen neuen Stellplatz im Zentrum von Meknès.







Besichtigungen in der Königsstadt Meknès – leider kein Fischessen in einer typisch marokkanischen Gaststätte und wir fahren nach FES
Meknès haben wir früher wenig Aufmerksamkeit geschenkt, fuhren nur die beiden herausragenden Königsstädte FES und MARRAKECH an.
Nun beinhalten alle Touren den Besuch aller Königsstädte, also auch Meknès.
Marokkaner sind stolz auf ihr Land und natürlich auf Ihre Heimatstadt.
Unser Führer für Meknès trifft pünktlich um 10.00 Uhr bei uns ein.
Die Stadt teilt sich in zwei Hälften, die Medina im Westen und die unter französischer Herrschaft entstandene Ville nouvelle im Osten. Die natürliche Grenze zwischen beiden Stadtteilen bildet der Oued Bou Sekrane. In der Nähe befindet sich das unterirdische ‚Christengefängnis‘ aus deren bis zu 60.000 gefangenen Moulay Ismail seine Bauarbeiter rekrutierte.
Das berühmte und schönste Tor Marokkos, das Stadttor Bab Mansour, haben wir ebenfalls besichtigt, es wurde saniert und nun strahlt es in seiner Schönheit auf uns herab.
Der damalige Herrscher Moulay Ismail von dem man erzählt, dass er 500 Frauen besaß und über 800 Kinder zeugte, kämpfte gegen die Ureinwohner Marokkos, die Berber mit erbarmungsloser Härte. Andersdenkende wurden in sein Gefängnis gesperrt. Die Gefangenen und Sklaven gruben die riesigen Löcher für das Gefängnis und den Getreidespeicher. Mit dem Erdaushub wurden dann die mächtigen Stadtmauern errichtet.
In seiner Hand waren auch begabte Menschen, wie der Architekt des Gefängnisses und des Getreidespeichers. Auch der Schöpfer des wohl schönsten Tores Marokkos war in seiner Hand.
Nachfolgend können Sie nun einiges über Meknès erfahren:
Wir starten am Stadttor Bab el Khemis. Hinter dem Stadttor befinden sich einige alte jüdische Häuser. Unsere Gäste besichtigen die Markthalle und den Souk von Meknès.
Direkt gegenüber der Tour liegt der Platz el-Hadim, der auch rekonstruiert wurde.
Der Platz el-Hedim erinnert mich ein wenig an den Djemaa el Fna in Marrakesch. Tagsüber ein großer Platz mit ein paar Händlern sollen am Abend auch Gaukler hier aktiv werden.
Nach all den Besichtigungen verspürten wir den mittäglichen Hunger, den wir sonst in einer Fischgaststätte stillen. Nun erwischt uns der Ramadan, die Gaststäte ist leider geschlossen


Wir besuchen FES und tauchen in das Mittelalter ein
Heute tauchen wir ins Mittelalter ein.
Berühmt ist die im 8. Jahrhundert gegründete Stadt für seine einzigartigen muslimischen Bauwerke und die mächtige 15 Kilometer lange Stadtmauer, die viele mit der alten Stadtmauer von Jerusalem vergleichen.
Fès besitzt einen alten, arabischen Stadtkern mit der berühmten Medina aus dem 9. Jahrhundert, das neuere, islamisch geprägte Fès el Jedid der Meriniden-Herrscher mit dem Mellah, dem jüdischen Viertel, sowie die Ville Nouvelle der französischen Besatzer mit ihren Amtsgebäuden, prachtvollen Boulevards und südeuropäisch anmutenden Straßencafés.
In Fès el Jedid liegt der mächtige Königspalast von Fès. Man kann von außen nur erahnen, wie prunkvoll der Palast ausgeschmückt ist, denn Besucher haben hier keinen Zutritt. Die Sommerresidenz von König Mohamed VI. bleibt wie auch die vielen anderen seiner Paläste ein gut gehütetes Geheimnis.
In Fès finden sie die an der besten erhaltenen Medina in der arabischen Welt. Das riesige, bunte und lebhafte Labyrinth von Fès el-Bali, dem weltweit größten Stadtgebiet ohne Autoverkehr mit über 9000 Gässchen. Der Transport von Waren und Menschen wird hier stattdessen von Eseln, Kutschen und Motorrädern übernommen.
Dort hinein wollen wir heute eindringen und noch vieles anderes mehr.
Mit unserem Führer Elouafi macht der ganze Spaß und ist sehr erlebnisreich. Schauen Sie die Bilder, diese sprechen eine bessere Sprache, als geschriebene Worte.
Dank des UNESCO Schutzes wurde das mittelalterliche Treiben von FES Medina erhalten. Wollten doch Gierige nach Reichtum und Macht nicht nur die Bewohner und ihr Treiben platt machen.
Einmalig in der Welt ist es und ein Erlebnis der besonderen Art ist nun für die Menschheit erhalten geblieben.
Doch ehe dieser Leckerbissen von uns erobert wird, schauen wir uns mit unseren marokkanischen Führer Elouafi den Königspalast von außen an. 7 Tore am Eingang, für jeden Tag gibt es eins, sehen wir und erfahren, dass es der größte aller Paläste der Königsfamilie ist.
Ein Flugzeug kann darin landen und ca. 500 Familien wohnen darin.
Die ehemalige Frau des Königs, eine Ingenieurin (!) aus FES und ihr M6, so wird der beim Volk beliebte König genannt, haben Grenzen gebrochen.
Erstmalig zeigt sich eine Frau des Königshaues der Öffentlichkeit, tut Gutes für die alleinstehenden Frauen. Die Beamtengehälter wurden verdoppelt und die Polygamie abgeschafft. Die Frauen können sich scheiden lassen und das Land öffnet sich nach Europa.
















Wir fahren nach Midelt
Heute beginnt die Tour der Landschaften – wir fahren in Richtung Süden nach Midelt.
Midelt ist eine etwa 56.000 Einwohner zählende Stadt in der Region Drâa-Tafilalet im geographischen Zentrum Nordmarokkos.
Wir müssen den mittleren Atlas überqueren und können die Steinwüste begrüßen. Auch der Hohe Atlas rückt ins Blickfeld.
Dann rollen wir in Richtung Süden bleiben aber auf einer Höhe von ca., 1500 m bis über 2000 m und deshalb ist es ziemlich kühl.
Ein paar Kilometer weiter passieren wir Eine wichtige Kreuzung, die von Bussen stark befahren wird. Dort gibt es dann für die Insassen der Busse eine Pause. Deshalb habe sich dort Unmengen von Händlern und Fleischer angesiedelt.
Nach ein paar Kilometern erreichen wir unser Camp. Das Camp ist modern und wir richten uns ein, um einen ruhigen Abend zu verbringen. Abends gehen wir in die Gaststätte gemeinsam zum Essen.
Wir wünschen allen eine gute Nacht
Idriss und Wolfgang









Wir fahren nach Ait Ouarzag zum Wohnort unseres Idriss
Wir fahren in das Dorf Ait Ouarzag. Auf einer Wüstenstraße geht es geradeaus vorbei an neuen Domänen, die Ausländer angelegt haben. Palmen werden dort gepflanzt.
Dann biegt unsere Straße nach links ab und die Landschaft wird sehr sehenswert. Dort fließt der große Fluss Guir, es gibt hier idyllische Ausblicke und bald kommt das erste alte Dorf auch Ksar genannt.
Da wir die Tour nach Imilchil zu den Berbern nicht machen, fahren wir gleich nach Rich. Imilchil hoch zu fahren ist nur auf einer Straße möglich, die völlig durchlöchert ist. Das machen wir nicht hat mehr.
Deshalb können wir gleich nach Rich, einem größeren Nomadenort fahren. Das Ziel dort besteht darin, Fleisch und Gemüse für den Kochkurs in Ait Ouarzag zu kaufen.
Schnell sind wir in Rich angekommen, Auto abstellen und dann marschieren wir zum ständigen Souk. Dort kenne wir ein Fleisch, der uns das Reinfleisch mit Knochen verkauft. Die Knochen sind wichtig, damit es eine tolle Soße gibt.
Gemüse ist kein Problem, da gibt es genügend.
Und liebe Leser, nicht nervös werden, das Rezept für die Berber Tagine kommt alsbald. Wir bitten noch um etwas Geduld.
Dann fahren wir ins Nomadenland zu uns in Ait Ouarzag.
Weiter geht es auf einer neu sanierten Straße bis in das Dorf Ait Ouarzag. Hier wohnt unser Idriss und vielleicht ich auch bald.
Zuerst gibt es ein gemeinsames Kaffeetrinken bei der Familie Ferdou. Danach stellen wir unsere Autos in unserem kleinen Camp ab. Der Idriss weist die Autos ein und alle sind zufrieden mit dem Stellplatz inmitten einer üppigen Natur.
Bei uns gibt es Strom, Wasser aus einem Brunnen und eine Toiletten Entsorgung.
Wir schauen mal in unsere Kasbah.
Unsere Kasbah?


Berber Kochkurs und Besichtigung des Dorfes
Früh ist ein original Berber Kochkurs einer Tagine angesagt. Die Damen des Hauses geben sich die Ehre. Wir sind gespannt.
Zuvor möchten wir unseren Lesern und Leserinnen einiges über die Tajine berichten:
Tajin
Der Name Tajine steht sowohl für das Gefäß, als auch für das Gericht. Die Tajine wurde ursprünglich von marokkanischen Nomaden, den Berbern, hergestellt. Sie wird heute noch in den westlichen nordafrikanischen Staaten, Algerien, Marokko und Tunesien, dem Maghreb, genutzt. Und auch hier bringt uns dieses Gericht viele Vorteile und unvergleichbaren Genuss.
Wie funktioniert die Tajine?
Tajine bezeichnet ein traditionelles nordafrikanisches Gericht und gleichzeitig das Kochgeschirr, in dem es zubereitet wird. Das Kochgeschirr Tajine ist eine Runde flache Form aus Lehm mit einem konisch geformten Deckel. An der höchsten Stelle des Deckels ist eine kleine Mulde, in die vor dem Garvorgang kaltes Wasser hineingefüllt wird. Die Form wird mit dem Gargut befüllt. Je nachdem, wie wasserhaltig die Zutaten sind, kommt etwas Wasser und Öl hinzu. Da die Tajine empfindlich auf große Temperaturunterschiede reagiert, sollte sie langsam erhitzt werden. Der Dampf steigt nach oben, kühlt an der obersten Stelle ab, wo sich die Mulde mit dem kalten Wasser befindet, kondensiert, und läuft an den Seiten des Deckels wieder nach unten in den Topf. Weil Lehm ein sehr guter Wärmespeicher ist, wird die Hitze in der Tajine gleichmäßig verteilt. Das führt zu einer langsamen und schonenden Garung im eigenen Saft, wobei die Nährstoffe erhalten bleiben, alle Zutaten auch noch nach langer Garzeit bissfest sind und ein besonderes Aroma entsteht. Darüber hinaus werden durch diesen besonderen Mechanismus Wasser und Energie gespart.
Schmoren in der Tajine
In der Tajine werden Fleisch, Fisch, Gemüse oder süße Speisen wie Obst mit Gewürzen mehrere Stunden bei niedriger Hitze geschmort, wobei man die Zutaten mit langer Garzeit in die Mitte des Topfes legt und die Zutaten mit kürzerer Garzeit außen herum platziert. Klassisch wird die Tajine auf einem Holzkohlefeuer erhitzt. Das fertige Gericht wird dann auf dem Tisch angerichtet und man isst gemeinsam direkt aus dem Gefäß. Moderne Tajines aus Hartkeramik oder einer Gusseisen-Keramik-Kombination mit glatten Böden können auf Ceranfeldern, Elektro- und Gasherden genutzt werden. Außerdem ist es möglich, mit der Tajine im Ofen zu garen.
Nachdem wir nun einiges über die Tajine erfahren haben, berichten wir nachfolgend über die praktische Seite des Kochkurses.
Heute wird der Tisch nicht wir im Hof der Kasbah aufgestellt, das vorbereitete Gemüse und das Fleisch wird nun nach Anweisung vorbereitet. 2 Frauen zeigen uns wie eine Tajine aufgebaut wird. Wir bleiben bei dem Wetter lieber in der Küche der Familie
Es fängt an mit viel sehr klein geschnittene Zwiebeln, die am Boden verteilt für Flüssigkeit beim Schmoren sorgen sollen. In dünn geschnittene Tomatenscheiben werden nun platziert. Nun schichten wir das in groben Brocken geschnittene Fleisch in die Tagine.
Eine Tagine ist IMMER ein Kunstwerk - hier zeigt die Hausfrau, was in ihr steckt.
Das Gemüse wird nun je nach Geschmack turmmäßig aufgeschichtet. Blumen- und Weißkohl, Paprika, Tomaten, Erbsen und Bohnen, Zucchini und natürlich die Möhren dürfen nicht fehlen.





Back Kurs wir backen „Berber Brot“
Eine kleine Geschichte über marokkanisches Brot:
Brot als Besteck
Wenn Brot in Marokko zu einer Mahlzeit serviert wird, wird es normalerweise mit den Händen gegessen. Marokkaner essen mit der rechten Hand, da die linke Hand als schmutzig angesehen wird. (Die linke Hand wird normalerweise zum Reinigen nach dem Toilettenbesuch verwendet.) Brot ersetzt im Allgemeinen das Besteck und fungiert als Gabel, Löffel und sogar Messer. Man reißt ein mundgerechtes Stück Brot vom größeren Stück weg. Nun kneift man das Essen zwischen dem Brot und saugt gleichzeitig Saucen und Säfte auf. Größere Gemüsestücke können mit dem Brot zerquetscht werden, so dass die Gäste kleinere, handlichere Mengen nehmen können, die in ihren Mund passen. Man beachte, dass viele Mahlzeiten in Gemeinschaftsgerichten serviert werden. Nun sollte man nur aus dem Bereich vor einem essen, anstatt in die Teile des Gerichts anderer Leute einzudringen.
Wenn Brot der zentrale Bestandteil einer Mahlzeit ist und mit Aufstrichen oder Saucen serviert wird, ist es immer noch normal, das Brot selbst anstelle von Besteck zu verwenden. Anstatt beispielsweise Butter oder Honig mit einem Messer auf einem größeren Stück Brot zu verteilen, nimmt man ein kleineres Stück und drückt Sie es in den Aufstrich, um es vor dem Essen zu beschichten.
Nun haben wir einen eigenen Lehmofen gebaut, der eigentlich ein Pizzaofen ist, aber sich auch zum Brotbacken eignet.
Die Schwägerin ist aber der Meinung, dass dieser Ofen nicht gut für das Brotbacken geeignet ist. Warum? Die Frauen hocken vor dem Ofen, wir Europäer stehen vor dem Ofen!
Die Schwägerin von Idriss soll das ganze leiten, da sie ja die größte Erfahrung darin hat.
Wir haben den Beginn des großen Brotbackens auf 10 Uhr anberaumt.
Aber es gießt wie aus Kannen. Keine Chance da vor dem Ofen zu stehen. Also einigen wir uns bis Nachmittag zu warten, vielleicht ist dann der Regen vorbei.
Dann haben wir doch gleich mal Zeit das Rezept für das Brot zu veröffentlichen:
Die Zutaten werden in Schüsseln verteilt und nun beginnt das nicht so leichte kneten dieser Zutaten.
Falls das jemand von den Lesern einmal nachmachen möchte, geben wir nachfolgend die Zutatenliste und die Arbeitsschritte bekannt:
500 Gramm
Wir verlassen unser Camp in Ait Ouarzag und fahren zum Camp Tissirt
Den Süden Marokkos nennt man „grandioser Süden“. Nicht zu Unrecht, denn Marokkos Schätze liegen wahrlich im Süden des Landes. Nicht Agadir und auch nicht Casablanca sind die Renner, wenn es um die Landschaften und die südmarokkanische Kultur geht.
Unvorstellbare Naturschönheiten wohin man auch schaut oder kommt. Die heutige Fahrt ist eine weitere Ouvertüre dazu.
Es derzeit oft bewölkt und viel zu kalt und ab und zu regnet es auch noch.
Für uns Touristen ist das nicht sehr angenehm, werben wir doch mit der Sonne Marokkos. Für die Marokkaner hier im Süden Marokkos ist das ein Segen. Die Stauseen sind gefüllt, die Pflanzen wachsen und ich denke, es gibt eine große Ernte.
Auf unserer heutigen Fahrt lernen wir die Queds hier im Süden etwas kennen.
Queds sind Flüsse, die nur dann Wasser führen, wenn es regnet.
Wenn Wasser kommt, dann wird es nicht nur gefährlich, sondern das Wasser fließt einfach weg in Richtung Süden und überflutet oft ganze Gebiete.
Die Idee das Wasser dann zu stauen, führte zu der Tatsache, dass derzeit einige Stauseen neu entstehen. Dabei wird eine Staumauer in den Fluss gebaut und wenn das Wasser erscheint, aufgestaut.
In der warmen Sommerzeit wird es dann in die südlichen Oasen geleitet.
Schnee in Marokko?
Kaum für Sie als Leser vorstellbar. Aber das ist eben der Reiz des Landes, das über fast alle Klimazonen verfügt. Sommer neben Winter, fruchtbare Felder neben trockenen Wüstenlandschaften. Die höchste Erhebung Marokkos ist das Toubkal Massiv mit ca. 4200m Höhe, das immer schneebedeckt ist.
Nun bin ich wohl etwas von der Darstellung unserer Fahrt nach Tissirt abgewichen.
Nun, unsere Fahrt führt uns in das gewaltige ZIZ-Tal hinein und wir könnten uns nicht satt sehen von den herrlichen Naturschönheiten. Erste Palmentauchen auf und wir durchfahren die Stadt Errachidia, gehen im dortigen Marjane einkaufen. Dann geht es südwärts immer am Ziz Tal entlang. Es hat hier vor einiger Zeit im Tal einen Brand auf 11 Kilometern gegeben. Er hat auf dieser Fläche die gesamten Palmen vernichtet.























Eigentlich ein Ruhetag, aber es gibt auch eine Wanderung und eine Musikveranstaltung im Camp Tissirt
Die Sonne lacht und wir haben heute eine Oasenwanderung vorgesehen. Wir schauen uns erst den kleinen Ort an, ehe es in die Wege der Oase im ZIZ-Tal geht.
Es gibt so viel neues zu entdecken, vor allem sind es die Pflanzungen hier in der Oase, die uns interessieren. Es ist Frühling und es beginnt zu blühen und zu grünen.
Unser Führer zeigt uns eine Kasbah im Nachbarort. Sehr interessant ist, dass diese noch bewohnt ist. Am Eingang jeder Wohnung befindet sich eine interessante schwarze Farbe. Diese wird im Juni an die Wand der Eingangstür aufgetragen und soll durch ihren Duft die Skorpione vertreiben.
Wir lernen männliche und weibliche Palmen zu unterscheiden und sehen eine grüne Oase durch den vielen Regen der letzten Wochen.
Unser Weg führt uns durch die kühle Palmenoase wieder in das Camp zurück.
14 Uhr erwarten wir unsere Musikanten aus dem Neben Ort, aus Meski.
Wir kennen diese Vollblutmusiker schon viele Jahre. Sie überraschen immer wieder mit Mouloud, dem Sänger der Band. Mouloud, der Sänger der Gruppe ist wieder in Höchstform. Ein unvergessliches Erlebnis.
Trommeln, Gitarre und wegesteine sind seine Instrumente. Auch ein kleines Tänzchen ist dabei.
Danach zieht Wohltuende Ruhe ein und es gilt, die Sonne und deren Wärme zu genießen.
Man kann nun schon abends draußen sitzen und den Abend genießen.
Morgen fahren wir Nach Merzouga – eine der tollen Touren, dieser Tour. Das wird spannend, da wir dort allerlei Aktivitäten vorbereitet haben. Wir besichtigen das schönste Hotel hier im Süden namens „XALUCA“. In diesem Hotel feiern wir jährlich Silvester
Bleiben Sie uns geneigt und lesen Sie unsere Live Berichte.
Wir wünschen eine gute Nacht in der Oase













Wir fahren in die Sandwüste nach Merzouga
Nach dem Frühstück in unseren Hotels fahren wir über Erfoud und Rissani auf der Wüstenstrasse nach Hassi Labid bei Merzouga.
Risani gilt als die orientalischste Stadt Marokkos und deren Souk ist es auch. Ungewohnt für Europäer ist es ein Magnet für Reiseveranstalter dieses noch existierende Erlebnis den Kunden zu präsentieren. Handwerkermarkt, „Gruselgasse“ und den Eselspuff kann man wöchentlich an 3 Tagen besuchen und darf man nicht verpassen. Der große Obst- und Gemüsemarkt bietet den in der Umgebung lebenden Bauern Möglichkeiten ihre frischen Produkte anzubieten.
Diese Straße gab es früher nicht und so mussten wir von Erfoud aus mit Allradfahrzeugen nach Merzouga fahren. Als dann die neue Straße in die Sandwüste führte entstanden unzählige Campingplätze und Hotels.
Die Gäste kamen in großen Mengen, denn Merzouga war das bevorzugte Ziel der Marokko Reisenden. Heute hält sich das in Grenzen. Weihnachten und Silvester sind aber alle Hotels und Camps ausgebucht.
Aber alles der Reihe nach.
Wir bieten unseren Gästen auf den Strecken auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten.
Zuerst besuchen wir das noble Wüstenhotel „XALUCA“ bei Erfoud.
Wir besichtigen das Hotel – es lohnt sich, da man hier die orientalische Baukultur der Südmarokkaner sehen kann.
Es gibt noch eine Besichtigung einer Firma, die die Fossilien bearbeitet. Anschließend fahren wir nach Rissani, um ein wenig unsere Vorräte aufzufüllen. Heute ist Souktag. Viele Menschen sind unterwegs.
Wir passieren das schönste Stadttor Marokkos in Rissani und fahren wir auf einer geteerten Straße in die Nähe der Erg Chebbi.
Das führt dazu, dass hier immer noch investiert wird und unser Camp einer der beliebtesten ist. Seit 2004 fahren wir hierher und kennen die Familie, die dieses Camp betreibt. Derzeit ist er mit wenig Wohnmobilen besetzt.
Abends gibt es ein gemeinsames Essen im Restaurant bei Brahim.
Wir wünschen eine geruhsame Wüstennacht.





















Jeep Ausflug in die Sandwüste
Heute gab es einen Jeep Ausflug in die Sandwüste. Die Fossilienfundstelle, nahe der algerischen Grenze wurde angefahren. Eine ausgediente Bleimine konnten unsere Gäste besichtigen und eine Musikgruppe anhören, deren Mitglieder Nachfahren ehemaliger Sklaven aus dem Sudan sind.
Ihre Musik ist die Gnoua Musik, die in Essaouira jährlich ein großes Festival erfährt. Der Flamingo See wurde auch angefahren. Dieser See ist selten mit Wasser gefüllt da es hier äußert selten regnet. Nun hat es hier tagelang geregnet und der See ist ungewöhnlich gefüllt.
Eine ruhige Wüstennacht wünschen
Idriss und Wolfgang





















Jeep Tour oder Souk in Rissani?
Eine schwere Entscheidung für unsere Gäste.
Was tun?
Wir bieten unseren Gästen den Besuch des orientalischen Souk und einen Jeep Ausflug an. Beide Angebote werden von unseren Gästen bisher gut angenommen.
Nun haben wir uns entschieden, auf die Wanderung zu verzichten und dafür alle beide anderen Angebote anzunehmen. Deshalb gibt es einen Bericht über die Jeep Tour und heute den Bericht über den Besuch des orientalischen Souks in Rissani
Werte Leserinnen und Leser, ein Souk ist in Marokko ein Markt. Es gibt sehr unterschiedliche Märkte/Souks.
Es gibt Souks, die ständig geöffnet haben und es gibt Souks, die nur an bestimmten Tagen geöffnet sind. Die Orte im Süden nennen sich oft nach dem Tag, an dem der Souk stattfindet.
Souks die an bestimmten Tagen stattfinden können in der Woche an einem Tag stattfinden oder an mehreren Tagen in der Woche.
Was wird auf dem Souk angeboten?
Ein Souk ist vor allem eine Kommunikation Quelle, wo Nachrichten ausgetauscht werden. Es gibt hier im Süden kaum Zeitungen oder Berichte über die Geschehnisse in der näheren Umgebung. Was liegt also näher, als auf dem Souk zu „quatschen“ über Gott und die nähere Welt. Wer da gestorben ist, geheiratet hat oder sonst irgendwelche „wichtigen“ Dinge angestellt hat.
NATÜRLICH gibt es dort auch Obst und Gemüse. Aber noch wichtiger sind die handwerklichen Erzeugnisse, der Handwerker und der Tiermarkt. Es gibt auch etwas zu Essen und noch viel Dinge mehr.
Deshalb ist ein solcher Souk immer ein nachhaltiges Erlebnis für alle aber besonders für die Touristen.
Und deshalb sind wir heute zu Gast auf einem der orientalischsten Souks Marokkos. Nichts für empfindliche Nasen und Augen, was es da zu erleben gibt. Da geht es „rund“ und was es da alle zu sehen und zu erleben gibt ist schon ein großes Erlebnis.
Wir fahren stilecht mit einem alten Mercedes nach Rissani.
















Wir verlassen die Sandwüste und fahren in die Todra Schlucht
Wir verlassen unser Camp in der Sandwüste am Erg Chebbi. Wohl etwas wehmütig, ist doch dieser Platz das Hauptziel vieler Touristen und erfüllt wohl alle Erwartungen an eine Sandwüste.
Wir fahren heute auf Wüstenwegen durch kleine Orte und über spektakuläre Flüsse, wenn sie mal Wasser führen würden. Es ist aber sehr trocken dieses Jahr – ein heißer Sommer steht den Leuten im Süden bevor.
In Tinstädt machen wir eine einstündige Rast, füllen unsere Vorräte auf.
Dann wir es ernst – die Todra Schlucht soll nun besucht werden.
Die spektakuläre Todra Schlucht liegt im östlichen Atlasgebirge und gehört zu den bedeutendsten Schluchten Marokkos. Sie beginnt bei der Oase Tinghir, deren traumhaft schöne Palmengärten das Eingangstor zur Schlucht bilden. Bei der Fahrt vorbei an kleinen Lehmdörfern und uralten Kasbahs erwarten uns gigantische Landschaften und dramatische Felswände die einen malerischen Canyon bilden. Die Todra Schlucht und die Oase Tinghir gehören zu den spektakulärsten Landschaften Marokkos.
Die Stadt Tinghir hat rund 44.000 Einwohner und liegt in einer der schönsten Oasen Südmarokkos auf 1400 Meter Höhe. Schon bei unserer Ankunft lassen wir uns von der großartigen Aussicht über die grünen saftigen Gärten und über die unzähligen Dattelpalmen begeistert. Von dort geht es dann weiter über eine ca. 15 km lange Straße in Richtung Todra Schlucht.
Die Todra Schlucht beginnt bereits am Ortsausgang von Tinghir und die Autofahrt durch diesen riesigen aber schmalen Canyon ist ein wahres Erlebnis. Die hohen Felswände ragen links und rechts vom Todra Fluss empor und mit ihren teils bis zu 300 Meter hohen Wänden ist die Todra Schlucht einer der spektakulärsten Canyons der Welt.
Richtig beeindruckend ist der Kontrast zwischen den grünen Oasen und dem roten Gestein. Beliebt sind die riesigen roten Felsen unter anderem auch bei Kletterern aus aller Welt. Hunderte von Kletterrouten können in den roten Wänden geklettert werden aber auch Wanderer kommen bei den unzähligen Routen auf ihre Kosten.
Der spektakulärste Teil der Todra Schlucht sind die letzten 600 Meter. Dort ist die Schlucht nur mehr ca.10 Meter breit und 160 Meter tief. Gerade genug Platz für eine Straße. Ein wirklich eindrucksvolles Ambiente bei dem wir alle unsere Freude haben.
Nach einem kleinen Spaziergang fahren wir zu unserem Camp und verbringen einen schönen ruhigen Abend bei angenehmen Temperaturen.
Eine geruhsame Nacht in der Schlucht wünschen
Idriss und Wolfgang
Tag zur eigenen Verfügung
Wir haben einen Tag zur eigenen Verfügung eingeführt, da wir keine Jeep Tour veranstaltet haben
Es ist Zeit, die Autos zu reinigen und ich bereite ein Kuchen vor. Wir wollen ein Kaffeetrinken organisieren.
Hier im Camp gibt es auch eine Tür, die in den Garten Eden führt.
Dr Camp nennt sich ja auch „Garden von Eden“.
Eine Wanderung in die urwaldähnliche Oase ist ein Naturerlebnis.
Es plätschern die kleinen Flüsse und überall gibt es unzählige Wegge, die eigentlich nach Tinerhier durch diese Oase führen.
Da der Fluss Todra immer Wasser führt, ist diese Oase besonders grün und interessant.
Eine schöne Nacht hier in der Todra Schlucht wünschen
Idriss und Wolfgang







Wir fahren nach Zagora
9.30 Uhr verlassen wir unser Camp in der Todra Schlucht und beginnen eine Tour der Superlative.
Für mich eine, die für mich als herausragend daher geht. Welche Tour ist wohl die Beste frage ich mich und könnte darauf nur folgendes antworten: „es gibt sehr unterschiedliche Touren hier im grandiosen Süden Marokkos, jede ist andersartig und jede ist daher die Schönste“.
Alnif, die Militär- und Oasenstadt, Tazzarin und N`Kob die beiden Oasenorte passieren wir heute, wüstenhaft bei herrlichsten Marokko Wetter. Was will man wohl mehr. Genießerisch richtet sich mein Blick in die unterschiedlichen Wüstengegenden. Die Orte wuseln vor Geschäftigkeit und versprühen ein typisch marokkanisches Flair.
Die ersten Schirmakazien tauche auf und weisen auf den tiefen Süden Marokkos hin. Es werden mehr und mehr und dann taucht eine blau blühende Buschpflanze auf. Gebirge wie aus dem Bilderbuchstellen sich dar und der Fluss Draa, der heute kaum Wasser trägt wird passiert und schon geht es links herum auf die neugebaute und für mich die Straße der Kasbahs geltende mit traumhaften Lehmburgen geschmückte Straße.
Viele dunkelhäutige Zeitgenossen deuten darauf, dass vor langer Zeit ihre Vorfahren als Sklaven aus dem Sudan und anderen Zentralafrikanischen Ländern den größten Plamen Hain pflanzten und sie damals den damaligen Herrscher baten Marokkaner zu werden. Der damalige König willigte ein und so gibt es hier die vielen „gegrillten Menschen“ – so der Spruch meines mitfahrenden Marokkaners.
In einem Café im Draa Tal machen wir eine kurze Rast. Sein junger Besitzer hat mit einem kleinen Café begonnen. Es wuchs und wuchs - eine kleine ruhige Oase mit viel Fleiß und Geschick aufgebaut. Deshalb ist es uns Verpflichtung, dies unseren Gästen zu zeigen – eine kleine Weile hier zu entspannen.
Bald passieren wir unseren Zielort – Zagora.
Es gibt im Leben eines jeden Menschen Momente, in denen er sich eine Palme, Schirmakazie oder zumindest einen Kameldornstrauch (Zickzackdorn oder marokkanischer Stacheldraht!) wünscht und ungestört sein möchte. Zumindest kurz, ganz kurz. Und man könnte denken, hier am Ende der asphaltierten Straße in Grenznähe sollte das gehen. In einem Land mit einer Grundfläche ungefähr so groß wie Österreich und Deutschland zusammengenommen, auf der aber sehr deutlich weniger als die Hälfte der Bevölkerung der beiden Länder lebt, von welcher sich wiederum ein Drittel weit weg im Norden in Casablanca und den anderen Großstädten aufhält. Und dennoch: Selbst in M'hamid, am "Ende der Welt", oder hier in Zagora ist man nie allein. Wie überall in Marokko. Immer kommt jemand daher, um zumindest "Bonjour, ça va" zu sagen. Ja, wie geht das?
Kommen Sie, liebe Leserinnen und liebe Leser mal mit uns mit, dann können Sie dieses Phänomen selbst erleben.
Die ehemalige Karawanenstation und heutige Provinzhauptstadt Zagora, am Rande der Wüste Erg Chegaga, ist in den letzten Jahren touristisch stark ausgebaut worden und hat heute etwa 35.000 Einwohner. Der kegelförmige Hausberg Djebel Zagora überragt die Stadt. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Reise in die Sahara.
Zagora befindet sich im Drâatal (Vallée du Drâa), einem Flussbett, das sich von Ouarzazate über 1100 km bis an den Atlantik zieht, wenn der Drâa Wasser führt. Das Tal ist für viele Marokkokenner das schönste Tal und die eindrucksvollste Landschaft des Landes. Der schönste Teil des Drâa-Flusses mit blühenden Gärten und Feldern verläuft von seiner Quelle am Stausee von El Mansour bis Zagora, bevor er dort versandet.
Das Vallée du Drâa ist ca. 200 Kilometer lang. Bei dem Oasenstädtchen Agdz beginnt ein grünes und fruchtbares Band mit großen Palmenplantagen, das sich bis Mhamid kurz vor der algerischen Grenze erstreckt. Die aufragenden Komplexe der Kasbahs, das Palmenband entlang des Flusses und die kleinen Obstplantagen fügen sich zu einer unwirklichen Landschaft zusammen – die Bergmassive um Zagora, auf denen alte Lehmdörfer gebaut wurden, erreichen eine Höhe von über 1.000 Meter.
Oasen Bau wird in der Region um Zagora hauptsächlich zum Eigenbedarf betrieben. Man findet hier Bewässerungsanlagen, bei denen durch Kanäle und Sperren die verschiedenen Gärten gleichmäßig bewässert werden. Die Stadt Zagora selbst hat keine besonderen Sehenswürdigkeiten, eignet sich aber hervorragend als Ausgangsbasis für Wüstenexkursionen und ausgedehnte Wanderungen durch den Oasengürtel. Und eines darf man nicht vergessen, den bunten Souk, den wir am Sonntag besuchen werden.









Wir haben heute einen Ruhetag in Zagora anberaumt
Jeder kann heute mal den Tag genießen nach seinen Vorstellungen. Idriss und Herbert stürmen in die Stadt Zagora und schauen sich dort um.
Inge und Rolf machen es sich im Camp bequem und ich besuche einen Freund gleich in der Nähe von Zagora.
Er ist krank und ich mache einen Krankenbesuch bei ihm.
Er ist der Besitzer von „SaharaSky“ einem Observatorium und Hotel mitten in der Sahara gelegen. Wir besuchen das Observatorium in unsere 58 Tage Tour. Fritz ist sein Name. Von ihm habe ich viel gelernt über die Entstehung des Weltraumes und seiner Sterne. Er lebt seit 30 Jahren in Marokko und hat viel Interessantes zu erzählen. Ein paar Dinge möchte ich nachfolgend wiedergeben:
Die Entstehung des Draa Tales: Sklaven haben die Palmen des Draa Tales gepflanzt. 5 Berberfürsten sind die Eigentümer die Eigentümer der Palmen - 4 der Familien leben in den USA und einer Lebt in einem Dorf nahe dem Observatorium. Die Sklaven haben damals den König um Erlaubnis gebeten, Marokkaner zu werden. Der damalige König willigte ein und so haben wir noch heute die Nachfahren, die an ihrer dunklen Hautfarbe zu erkenne sind.
Der Bau de Observatorium war nicht so einfach, den Fritz benötigte die Genehmigung für den Bau von dem im Nachbarort lebenden Berberfürsten. Der gab die Genehmigung unter der Maßgabe, dass Fritz eine Moschee für das Dorf baute, idem der Berberfürst wohnt. Das geschah und der Bau konnte beginnen.
Während des Baues bekam Fritz dann von der „Bild Zeitung“ besuch. Man vermutete, dass man einen Tunnel zur Düne Tinfou graben würde, um an den dort vergrabenen Goldschatz zu kommen. Man muss wissen, dass so eine Sanddüne schnell entsteht, wenn eine Erhebung im Sand vorhanden ist. Man vermutete, dass der Goldschatz diese Erhebung sei und so diese Düne entstanden sein soll. Fritz forderte von der Bildzeitung eine hohe Summe Geldes, um den Tunnel zu zeigen, den es nie gab. So verschwand die Zeitung und der Goldschatz schlummert vielleicht noch da unter der Düne.
Fritz hat sich sehr über den Besuch von mir gefreut.
Morgen wird es spannend. Wir werden nicht nur den großen sonntags Souk besuchen, sondern ein echte Harira kochen und ein Lagerfeuer entfachen.
Bleiben Sie neugierig und verfolgt unsere Live Berichte weitere.
Viele Grüße von
Wolfgang und Idriss aus Zagora

Wir besuchen den bunten Souk von Zagora und abends gibt Harira
Zagoras Souk ist sehr bekannt und früher befand er sich im Herzen der Stadt. Die Menschen strömen aus den nahen liegenden Orten mit ihren frischen Produkten auf den Markt, um sie dort feil zu bieten.
Der Platz war ideal für die einfachen Menschen, die Händler und die Besucher aus Zagora und Umgebung. Die Immobilie aber war für jene, die das Sagen oder genauer ausgedrückt, das notwendige „Kleingeld“ dafür haben, wertvoll und so wurde der kleine Mann verjagt und auf eine neue Fläche weit außerhalb des Ortes geschickt. Es dauerte eine ganze Weile, ehe sich dieser neu platzierte Souk etablierte
Da wir den Besuch dieses Souks in unserem Reiseprogramm aufgenommen hatten, verzichteten wir kurzfristig auf dessen Besuch. Seit einigen Jahren besuchen wir diesen mit unseren Mitfahrern wieder. Er ist bunt und inhaltsreich wie ehe und je geworden. Alles was der Mensch so zum täglichen Leben benötigt, wird angeboten. Handwerker stellen ihre Produkte aus, die Dattelhändler und die Obst- und Gemüse Händler sind wieder da. Gebrauchsgegenstände vom Bett bis zur Taschenlampe und Produkte für die Feldbearbeitung alles findet man auf dem Markt.
Für unsere Gäste ist es bestimmt erstaunenswert, was da alles so selbst von den Menschen hergestellt wird. Keine Massenproduktion, sondern eine individuelle Produktion von Unikaten dominiert hier auf dem Souk.
Meine Aufgabe heute: der Einkauf der Zutaten für die abendliche Harira, die gekocht wird. Diese Harira, eine marokkanische Suppe gibt es in 2 Varianten. Eine einfache, die man überall für 2 Dirham kaufen kann und jene, die die noble Variante ist, die man aber selbst kochen muss. Da ist Rindfleisch darin, das bei der einfachen Suppe fehlt. Vor allem ist frischer Ingwer und etwas Zitronen Saft in der Suppe. Das ergibt einen frischen und völlig anderen Geschmack der Suppe.
Wir kochen diese in einem Kessel über Holzfeuer. Das dauert etwas, ist aber attraktiver als das Kochen in einem einfachen Topf.
Da wir unterschiedliche Teilnehmerzahlen uns Eigen nennen, haben wir natürlich auch unterschiedlich große Kessel im Angebot. Diesmal kommt der kleine Hessel zum Einsatz. Wir hatten aber auch schon einmal 42 Gäste zu beköstigen, dann kommt natürlich unser großer Kessel zum Einsatz.
Für jene Köchinnen und Köche, die diese Suppe auch mal selbst kochen möchten, gibt es das Rezept nachfolgend:
Harira
Ramadan Suppe mit Dicken Bohnen und Linsen
Harira wird traditionell während des Fastenmonats Ramadan serviert. Jedes Jahr müssen gläubige Moslems im neunten Monat des Mondkalenders zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf jede Speise und jedes Getränk verzichten. Am Abend bricht man das Fasten dann mit einer Schale dampfender Harira, einer Hand voll Datteln du einer Schnecke aus Honiggebäck, „chebakiah“ genannt. Harira wird meist mit „teduoira“ angedickt, einer Mischung aus Mehl, Reiswasser und Hefe.
Wir verwenden dazu lieber Pasta: zerdrückte Vermicelli oder winzige Pasta Sorten wie beispielweise Stellette oder Puntalette.
Für 8 Personen









Wir fahren zu Camp der Familie Houma bei Ait Ben Haddou – und machen eine Mittagspause in Ouarzazate
Wir verlassen unser Camp in Zagora.
Hinein fahren wir in die moderne Stadt Ouarzazate. Wir stellen die Autos ab und laufen zu einer Gaststätte um ein Mittagessen einzunehmen.
Ouarzazate mit ihren 80.000 Einwohnern ist zugleich Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt relativ zentral in Marokko in 1160 m Höhe zwischen den beiden Gebirgsketten des Atlasgebirges. Nahe der Stadt findet sich der El-Mansour-Eddahbi-Stausee, welcher durch den Fluss Dadès gespeist wird und wiederum sein Wasser in das Wadi Draa fließen lässt. Der Drâa fließt wiederum durch das sehr beeindruckendes Draa Tal in die Sahara.
7 Jahre hat es in Südmarokko kaum geregnet -das Wasser ist kritisch knapp: die Palmen in den Oasen sprechen ein Lied davon.
ES gibt nun Bestrebungen das Regenwasser aus dem Norden nach Süden zu leiten.
Stauseen werden gebaut, um das wenige Regenwasser aufzufangen.
Nun hat es im Jahr 2026 mehr als genug geregnet und die Stauseen sind randvoll. Die Südmarokkaner leben auf und die Pflanzen danken es ihnen. Es gibt hoffentlich eine langersehnte gute Ernte.
Rund um Ouarzazate findet man mehrere Filmstudios, etwa die Atlas Corporation Studios, welche im Jahr 1983 vom Hotelier Mohamed Belghmi gegründet wurden. Hier wurden in der Vergangenheit zahlreiche Bibel- und Monumentalfilme gedreht, darunter “Die Bibel – Josef”, “Die Päpstin”, “Das Jesus Video” oder auch “Gladiator”. Überall finden Filmteams passende Plätze, um Filmszenen zu drehen und benutzen die hier wohnenden Menschen als passende Statisten.
Gut 30 Kilometer westlich von Ouarzazate findet man zudem die Kasbah Aït Benhaddou, die wir morgen besuchen werden, welche ebenfalls als Drehort, unter anderem für den Film “Lawrence von Arabien” bekannt geworden ist. Die vielen Filmstudios machen Ouarzazate zum Zentrum der marokkanischen Filmproduktion, umgangssprachlich wird die Stadt auch oft als “Mollywood” bezeichnet. Sogar die Wüstenszenen des ersten Star Wars Films wurden in der Umgebung von Ouarzazate gedreht. Auch ein Teil der sehr beliebten Fernsehserie “Game of Thrones” wird hier in den Studios von Ouarzazate produziert.
Die Stadt Ouarazazate verfügt über das größte solarthermische Kraftwerk der Welt. Dieses hat eine Kapazität von 500 MW und soll bis zum Jahr 2020 insgesamt über 2 Gigawatt an Leistung im Solarenergiebereich verfügen.
Anderes Solarthermische Kraftwerke finden wir in der Westsahara und neuerdings in der Gegend um Midelt.
Die malerische Lage und das Vorhandensein von Kulturschätzen wie dem UNESCO Weltkulturerbe Kasbah Ait Ben Haddou oder der Kasbah Taourirt, eine der prächtigsten Kasbahs des Landes, sowie die sehr bekannten Filmstudios in der Nähe der Stadt, machen Ouarzazate zu einem Magneten für Besucher.
Da erst vor wenigen Jahren ein großer Carrefour Markt entstanden ist, besuche wir diesen.






Wir besuchen die Kasbah Ait Ben Haddou
Wir starten zu unserer Expetition um 10 Uhr in Richtung Kasbah Akt Ben Haddou. Wenige Kilometer finden wir einen Parkplatz. Von dort sind es einige Schritte zu dem grandiosen Panorama der Kasbah.
Ait-Ben-Haddou befindet sich in den Ausläufern an den Südhängen des Hohen Atlas in der Provinz Ouarzazate und ist der berühmteste Ksar im Ounila-Tal. Der Ksar von Aït-Ben-Haddou ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Architektur Südmarokkos. Der Ksar ist eine hauptsächlich kollektive Wohngruppe.
Der als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte Ksar Ait Ben Haddou in Ouarzazate ist eine der außergewöhnlichsten Kasbahs in Marokko die wir unbedingt besuchen möchten. Diese riesige Festung, die aus sechs Kasbahs und fast fünfzig Ksours (individuellen Kasbahs) besteht, ist ein hervorragendes Beispiel für die Lehm Architektur des Südens Marokkos.
Aït Benhaddou liegt inmitten eines Tals nahe den Ausläufern des Atlas-Gebirges, nur 32 km von Ouarzazate, der Filmhauptstadt Marokkos, entfernt. Ouarzazate trat erstmals mit dem Hollywood-Film Lawrence of Arabia in den internationalen Fokus. Aït Benhaddou trat in diesem Film auf. Orson Welles nutzte es als Standort für Sodome und Gomorrah. und für Jesus von Nazareth wurde der ganze untere Teil des Dorfes wiederaufgebaut.
Seitdem sind viele berühmte Regisseure in seine Fußstapfen getreten, um die herrliche Landschaft von Ouarzazate zu nutzen. Internationale Filme, die in den letzten Jahren dort gedreht wurden, sind: die französische Version von Cleopatra, Bertoluccis Sheltering Sky, Scorseses Kundun, Gillies MacKannons Hideous Kinky, Ridley Scotts Gladiator, Black Hawke Down, Oliver Stones Alexander The Great, Ridley Scotts Himmelreich und Penelope Cruz Sahara
Aït Benhaddou ist gut erhalten und in hervorragendem Zustand gehalten, mit dem Ziel, mehr Touristen in den Süden zu bringen, um prächtige Bauwerke wie Aït Benhaddou zu sehen.
Die Kasbah Aït Benhaddou ist innen mit einer labyrinthartigen Reihe von sandsteinfarbenen Türmen und Wänden geschmückt. An einer Seite des Dorfes können wir ein Flussbett sowie mehrere Palmenhaine und Bäume entlang des Flussufers gesehen werden.
Derzeit gibt es ein Restaurierungsprogramm, um diese Häuser vor weiterer Erosion zu schützen. mit dem Ziel, das Dorf schließlich neu zu besiedeln.
Nach unserer Besichtigung fahren wir wieder zurück auf dem Camp. Nachmittags genießen wir die Aussicht und wir bereiten einen Mittagstisch vor. Ich habe heute Kohlrouladen gekocht und die verspeisen wir jetzt im Zelt der Familie.
Wir wünschen eine erholsame Nacht und morgen eine gute schöne Fahrt in den schönsten und ältesten Teil des Atlas Gebirges: den Antiatlas
Und als Sahnehäubchen werden wir die wohl spektakulärste Strecke in Richtung Telouet fahren. Unser Ziel ist der kleine Wüstenort Foum Zguid
Idriss und Wolfgang








Oasen und nochmals Oasen – wir fahren nach Foum Zguid
Heute starten wir um 9.30 Uhr.
Wir stürzen uns in die landschaftlichen Paradiese um Foum Zguid.
Zuvor aber führt unsere Fahrt von Ait Ben Haddou in Richtung Telouet. Das ist ein ganz besonderer landschaftlicher Leckerbissen. Oben auf einem Parkplatz angekommen gibt es eine Kaffeepause
Foum Zguid ist ein südmarokkanisches Örtchen mit unwiderstehlichen Wüsten- und Oasen Flair. Die Sonne scheint und auch im Winter ist für Europäer hier Sommer. 20 bis 25 Grad sind hier im Dezember immer garantiert. Für die Bewohner ist es tiefer Winter, wird hier im Sommer doch locker bis 55 Grad. Hier ist alles noch sehr ursprünglich. Die meist gut gebräunte Bevölkerung stammt aus den Nachfahren ehemaliger –Sklaven, die aus dem Sudan im Süden Marokkos angesiedelt wurden und die Palmenhaine der Oasen anpflanzten. Damals baten diese Menschen darum Marokkaner zu werden. Diesem Antrag wurde damals stattgegeben und so siedelten sich dies Leute hier in den Gebieten um Zagora und M`Hamid an.
Interessant ist die Tatsache, dass die Palmen des größten Palmenhains von Marokko im Draa Tal gelegen 5 Berberfürsten gehören. 4 davon leben derzeit in den USA und einer befindet sich noch vor Ort.
Die Arbeiter leben unter einfachsten Bedingungen und erhalten einen kläglichen Lohn für ihre Arbeit im Palmenhain.
Wir durchfahren herrliche Oasen, alte Orte und bunte Gebirge, die graziler nicht werden könnten. Die Straße wurde inzwischen nach großen Überflutungen neu saniert. Hoch ins Gebirge wurde sie verlegt
Hier in Foum Zguid sind die Menschen freundlich und schnell ist man in einfache Gespräche verwickelt. Bunte Tücher für den „Wüsteneinsatz“ gibt es hier preiswert zu kaufen. Gaststätten laden zum Essen ein und es gibt viele „Tante-Emma-Läden“, die so alles anbieten, was man im täglichen Leben so benötigt.
Wir fahren dann sogleich auf den im Ort gelegenen Camp und richten uns ein. Erstmals sind es wohl um die 30 Grad und wir merken, dass wir im tiefen Süden Marokkos angekommen sind.
Abends wir es hier schnell etwas kühler – man kann gut schlafen, wir sind in der Wüste: und was haben wir da in der Schule gelernt: In der Nacht kalt und am Tag warm!
Morgen fahren wir auf Wüstenwegen nach Tata auf einem schönen Camp.
Eine geruhsame Wüstennacht in der Oase von Foum Zguid wünschen
Idriss und Wolfgang




















Eine großartige Wüstenfahrt nach Tata, eine verborgene Oase und die Wasserfälle von Tissint
Ab geht die Post. Wir verlassen Foum Zguid und begeben uns in die Wüstengefilde Marokkos. Herrliche Gebirgszüge säumen unseren Weg.
Der Oasen Ort Tata ist unser heutiges Ziel, Tata eine Provinzstadt mit ca. 20.000 Einwohnern.
Oasen und wunderschöne Gebirgszüge im Antiatlas erwarten uns auf dieser Fahrt.
Dann fahren wir durch die Wunderwelt der Natur. Unbeschreiblich schön zeigt sie sich uns.
In dieser herrlichen Natur einfach zu übernachten war so ein Gedanke von uns. In Marokko wäre das kein Problem. Aber das komfortable Camp in einem Oasengarten lockt schon mit seiner Bequemlichkeit.
Wir genießen die Sonnenstrahlen.
Wir verlassen die Oase bei herrlichem Sonnenschein und strahlenden blauen Himmel.
Wieder steht eine Wüstenfahrt bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein statt.
Einige Oasenorte queren wir und bemerken, dass sich landschaftlich einiges verändert hat.
Regen gibt es hier kaum, wenn überhaupt, dann nur in den Wintermonaten. Und Tata ist ein beliebter Überwinterungsort für Wohnmobilisten.
Es gibt wieder viel zu sehen: Wüste in der reinen Form, Gebirge mit sehenswerten Verwerfungen der Gebirge und Oasenorte.
Dann sind es nur wenige Kilometer bis zu den Wasserfällen von Tissint, die natürlich nicht mit den Wasserfällen von Ousoud mithalten können aber immerhin liegen Sie in der Wüste.
Aber eine kleine Wanderung ist angenehm und der Fluss und der kleine Wasserfall sind sehenswert. Hier baden die Menschen im heißen Sommer, wenn es hier 55 Grad hat.














Ein Ruhetag im Camp Tata
Heute gibt es einen Ruhetag im Oasencamp Tata. Ich besuche früh den Ort Tata. Es gibt viel zu sehen.
Danach backe ich einen Kuchen für die Kaffee Runde am Nachmittag.
Die Sonne scheint und es gibt bei allen einiges am Womo zu richten.
Morgen fahren wir weiter in Richtung Tafraoute.
Bleiben Sie uns treu
Viele Grüße von
Wolfgang und Idriss



Tafraoute – die einzigartig Steinwelt ist unser heutiges Ziel
Wir verlassen unser Camp in Tata.
Unser heutiges Ziel ist der wunderschöne Ort Tafraoute.
Wir erleben ein Feuerwerk der Natur und menschlichen Daseins.
Terrassen Wirtschaft wird hier betrieben. Es gibt wenig Regen und der wird durch die Terrassen gut aufgefangen. Kleine Felder werden durch Frau (!) mittels Esel und Holzpflug bestellt. Meistens gedeiht hier Getreide.
Wir sehen viele Blumen, Kakteen und Sukkulenten.
Die Gegend um die kleine Stadt Tafraoute im südwestlichen Antiatlas gehört zu den schönsten Landschaften, die Marokko zu bieten hat.
Die auf 1000 Höhenmetern gelegene Kleinstadt Tafraoute liegt im Südwesten des Antiatlas, der sich von der Atlantikküste über Ouarzazate bis an das Tafilalet nach Nordosten erstreckt. Sie zählt ungefähr 7000 Einwohner und gilt als traditionelles Zentrum der für ihre Gastfreundschaft und Offenheit
Schon die kurvenreiche Anfahrt aus Richtung Tafraoute ist beeindruckend und bietet atemberaubende Panoramen, die aber von der Granitlandschaft, von der Tafraoute umgeben ist und in die die Stadt nahtlos übergeht, noch übertroffen wird. Man braucht vom Zentrum keine zehn Minuten zu Fuß, um Tafraoute hinter sich zu lassen und plötzlich von Palmen und Granitfelsen, die von Wind und Wetter merkwürdig verformt wurden, umgeben zu sein.
In dem Ort herrscht eine Seelenruhe. Es gibt mehrere Gästehäuser und kleine Hotels, ein paar einfache Restaurants, einen empfehlenswerten Hammam und einen Markt, der regelmäßig stattfindet. Zu den touristischen Highlights, die wir von Tafraoute aus gezielt ansteuern sind die Les Peintures („painted rocks“), eine Naturmalerei, für die der belgische Maler Jean Vérame 1983 auf einem großflächigen Gelände unzählige Granitblöcke mit mehr als 20.000 Kilogramm Farbe in verschiedenen Tönen zum Leuchten brachte. Wir besuchen diese Sehenswürdigkeit natürlich auch.
Tafraoute bietet viele Möglichkeiten zum Erkunden. Kleine Gassen münden auf verschiedene Plätze mit den unterschiedlichsten Einkaufsmöglichkeiten. Besonders interessant sind die hier gefertigten speziellen farbigen Lederschuhen (Babuschen) sowie die von den Frauen in Kooperativen hergestellten unterschiedlichen Produkte aus den Früchten des Argan Baumes.
Eigentümlich genug, findet sich dieser Argen Baum nur in diesen Gegenden, sonst nirgendwo auf der Erde. Der Argan Baum hat in der Regel die Größe unserer Obstbäume Die Frucht selbst, von der Größe einer Olive, sieht, wenn vollkommen reif, hochgelblich aus und hat einen widerlich süßen Geschmack, für Menschen ist sie vollkommen ungenießbar. Aber desto mehr wird sie von den auf den Bergabhängen weidenden Ziegen und Schafen aufgesucht. … Der braune faltenreiche Stein der Frucht, länglich von Gestalt und so groß wie ein Aprikosenkern, schließt einen weißen Kern ein, der äußerst bitter schmeckt, aber ein sehr gutes Öl liefert, das in diesen Gegenden allgemein zur Speisebereitung benutzt wird.
Überall in Tafraoute sind gemütliche Kaffee- bzw. Teehäuser zu finden, die den Tag nicht lang werden lassen. Oft sitzen unsere Gäste in so manch einen Vor- oder Nachmittag bei einem guten Pfefferminztee und vorzüglichem Gebäck vom nahen gelegenen Konditor verbracht und einfach das Treiben beobachtet. Eine sehr erholsame Tätigkeit. Über die Jahre hinweg beobachten wir: Tafraoute gehört wahrlich nicht zu den Orten Marokkos, mit denen es spürbar bergab geht. Hier spürt man einen sehr allmählichen Anstieg an Lebensqualität. Der Ort ist schöner geworden, gepflegter und sauberer. Wir landen schnell auf unserem Camp, der ganz gut gefüllt ist.
Ei Grund dafür: heute findet das jährlich organisierte Mandelblütenfest statt. Viele Menschen sind aus nah und fern gekommen um dieses Ereignis zu genießen.














Das Palmental Ait Mansour ist ein Paradies, dass wir heute besuchen möchten – es gibt eine Wanderung und bereiten je eine Tagine, aber vorher besuchen wir den temporären Souk von Tafraoute
Wir sind, wenn wir etwas Zeit in Marokko haben, oft für unsere Kunden unterwegs und suchen ständig neue sehenswerte Dinge in Marokko.
So geschah es auch vor einigen Jahren auf der Suche nach interessanten Dingen, dass wir das etwas versteckte Tal entdeckten.
Es ist immer einen Besuch wert und so haben wir es in unsere Tourenpläne aufgenommen. Ehemals haben wir es nur besucht, um einen Spaziergang zu unternehmen, heute laufen wir auch etwas in dem Palmenparadies.
9.30 Uhr starten wir in die Wunderwelt von Ait Mansour. In Serpentinen muss man vorerst eine Höhe meistern, ehe es in das Tal geht.
Wir finden ein lauschiges Plätzchen inmitten der Palmen.
Eine atemberaubende Strecke fahren wir bis zu dem Stellplatz, den eine Frau betreut. Mitten zwischen den Palmen parken wir unsere Autos ehe der kleine Spaziergang beginnt. Am Ende der Wanderung gibt es ein kleines Café´ wo man ein Getränk erhalten kann.
Nach der Wanderung haben wir die Zubereitung einer Tagine organisiert. Das Fleisch und das Gemüse haben wir ja vorher schon in Tafraoute auf dem Souk gekauft.
Schnell ist alles zubereitet, wir hatten ja schon einen Kochkurs in Ait Ouarzag. Die Taginen sind schnell fertig und kommen auf ein Feuer. 2 bis 3 Stunden dauert es, bis alles gar ist. Danach sitzen wir im Tal zusammen und verspreisen den Inhalt der Tagine.
Es ist noch ziemlich warm im Tal, sodass sich ein gemeinsamer Abend bei Bier und Wein anbietet.
Die Tagine s Eine gute Nacht wünschen Idriss und Wolfgang














Wir fahren zu den bemalten Steinen und nachmittags haben wir freie Zeit - Tafraoute – die einzigartig Steinwelt, genauer die Les Peintures („painted rocks“), eine Naturmalerei, für die der belgische Maler Jean Vérame 1983 auf einem großflächigen Gelände unzählige Granitblöcke mit mehr als 20.000 Kilogramm Farbe in verschiedenen Tönen zum Leuchten brachte, ist unser heutiges Ziel
Heute gehen wir alles in Ruhe an. 10 Uhr fahren wir in Richtung der bemalten Steine. Kunst hin und Kunst her, es gibt unzählige Diskussionen über diese bemalten Steine, ob es nun Kunst ist oder nicht.
Tafraout, genauer, seine Menschen profitieren von dieser Idee, über die Touristen, die wegen der bunten Steine kommen.
Und wir fahren dort auch hin. Man muss dieses Schauspiel mal in Augenschein genommen haben. Wir haben Fotowetter.
Was wir da sehen setzt uns schon in Erstaunen. Haben doch Maler die Steine mit unnatürlich grellen Farben bemalt, das einen das Schaudern kommt.
Bisher waren die Farben dezent zurückhaltend. Wir rollen hinunter zu den großen bunten Steinen.
Danach fahren wir wieder in unser Camp zurück.
Tafraoute hat sich wieder mal gemausert, sanierte Restaurants und moderne Einkaufsmöglichkeiten reihen sich ein in eine einzigartige Palmenübersäte Straße, mit einem neuen Schwimmbad und einen Kinderspielplatz. Die Moschee ist erneuert und der Vorplatz bepflanzt.
Da wir heute Nachmittag frei haben arbeite ich liegengebliebenes auf
Eine Augenweite ist das abendliche Panorama des Gebirges hinter unserem Camp. Da oben gibt es kleine Dörfer, die man nicht sieht, aber erwandern kann.
Heute habe ich gemischte Bilder für die Leser unserer Live Berichte ausgewählt.
Zuerst etwas über die bunten Steine. Ich habe die Bilder auch von der letzten Tour verwendet. Nur eines zeige ich, ein Bild mit der grässlichen Farbe auf den Steinen.
Danach kommen Bilder aus Tafraoute und Umgebung.
Wir wünschen eine geruhsame Nacht – morgen fahren wir an den Atlantik, der von hier nur ca. 100 Km entfernt ist.





Wir fahren an den Atlantik – nach Sidi Ifni
Wir verlassen heute den Antiatlas in Richtung Atlantik. Nochmals sehen wir die beeindruckenden Landschaften der Region im Antiatlas.
Schnell sind wir auf einer Hauptstraße, die uns rasch nach Tiznit führt.
Hier füllen wir unsere Vorräte in einem Supermarkt auf und gehen kurz in die Altstadt, um Obst und Gemüse zu ordern.
Noch sind es ca. 25 Km zum Atlantik, den wir von einer Terrasse eines Hotels bestaunen können.
Wir machen nur eine kurze Mittagspause, da wir planen in Legzira eine Gaststätte aufzusuchen
Danach fahren wir am Atlantik entlang zu den roten Toren von Legzira.
In Legzira angekommen, werden wir in einem kleinen Restaurant am Meer fündig und machen eine Pause.
Wir beschießen, die Wanderung zu den Toren nicht zu unternehmen. Dennoch möchte ich darüber berichten.
Das rote Tor von Legzira, es ist nur noch ein Tor vorhanden, das andere ist vor Jahren zusammengefallen, ist eine faszinierende Gesteinsformationen am einsamen Küstenort Legzira. Das Tor zählt zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten, die Marokko zu bieten hat. Majestätisch thronte das gigantische Steintor über dem verlassenen Strand.
Doch das atemberaubende Wunderwerk der Natur wurde Ende September 2016 leider stark beschädigt und eins der beiden Tore ist in sich zusammengebrochen.
Die Ursache für den Zusammenbruch wurde noch nicht offiziell mitgeteilt, aber es ist davon auszugehen, dass die durch abertausende Jahre Erosion entstandene Felsformation der Witterung nachgegeben hat.
Größer ist es als erwartet ist der Sandstrand. Es ist Ebbe. Der Sand glitzert vom Wasser, die Sonne blendet, die paar wenigen Häuser von Legzira klammern sich an die Felsen. Überall sind kleine Restaurants entstanden, die den Blick auf den tosenden Atlantik frei geben.
Nach diesem Naturerlebnis fahren wir die wenigen Kilometer am Atlantik entlang, stauen über die vielen entstandenen und die noch entstehenden Wohnsiedlungen am Atlantik.










Wir haben heute einen Ruhetag am Meer
So ein Ruhetag nutzt jeder für sich, wir ziehen uns zurück und lassen unsere Kunden in Ruhe. Am Atlantik hier in der Gegend ist es üblich, dass früh neblig, diesig ist. Die Sonne kommt so gegen 10 Uhr durch die Wolken. Sidi Ifni gilt noch als Geheimtipp in der Surfer Branche. Und genau die können wir heute im tosenden Atlantik erspähen.
Mit durchschnittlich 330 Sonnentagen pro Jahr und einer sehr hohen Wellenwahrscheinlichkeit zwischen November und März, steht einem Tausch von heimatlichem Winterfrost gegen sommerliche Wellenpracht den Surfern nichts im Weg.
Ich berichte heute ein wenig über Sidi Ifni.
Die kleine Stadt Sidi Ifni liegt an der Küste des Atlantiks. Dort, wo die Sahara beinahe schon bis zum Ozean reicht. Wo die wilde Landschaft steil in die Brandung übergeht. Sidi Ifni – eine kleine Stadt in wunderschönem Art Déco, von der Sonne verwöhnt, vor deren Hafenmauern die Ruinen der spanischen Kolonialzeit verrotten. Dieser Ort hat einen ganz besonderen Zauber, hier findest du noch ein wenig Einsamkeit.
Die Stadt liegt zu Füßen mehrerer kakteenbewachsener Hügel zwischen Tiznit und Guelmim am Ufer des Atlantiks. Ein aufgegebenes Flugfeld zieht sich von Süden nach Norden durch Sidi Ifni bis mitten ins Zentrum. Zu den Felsbögen von Legzira, die wir morgen besuchen werden, sind es nur ein paar Kilometer nach Norden. In Sidi Ifni hast du den Eindruck, du bist am Ende der Zeit, als wären die Jahre dieser Stadt schon vorüber und du bist in einer Erinnerung an einen älteren Teil des letzten Jahrhunderts.
Die Häuser sind bunt bemalt, die Märzsonne ist heiß und taucht alles in gleißendes Licht. Über die Klippen siehst du auf die Weite des Atlantiks. Aus den Wellen ragt der Stumpf der vergessenen Seilbahn hervor. Die spanische Besatzungsmacht verwendete sie dazu, die Ladung der Schiffe, ohne einen Hafen direkt auf die Klippen hinauf zum alten Flugfeld zu hieven, von wo aus sie anderswohin transportiert werden konnte.
In Sidi Ifni findest du überall die Spuren der Spanier, der Palast, ein Kino, lichte Gassen, alte Villen. Abends gehen wir ins Hotel Belle Vue essen und ein Bier trinken und von weit oben auf der Klippe hinunter in die Dunkelheit des wilden Atlantiks schauen. Und du kannst der donnernden Brandung zuhören und dabei hoffen, dass die Klippen den Naturgewalten noch eine Weile standhalten – an einigen Stellen sind sie bereits dabei, herunterzubrechen.
Wir wünschen eine geruhsame Nacht am Atlantik
Idriss und Wolfgang

Noch ein Ruhetag in Sidi Ifni
Wir haben noch einen sonnigen Ruhetag am Meer auf dem Programm. Es ist wieder Zeit für uns, den Oktopus zu Salat zu verarbeiten.
Hier unser Rezept für diesen Köstlichkeit zum Nachmachen:
Oktopus 700
Wasser 3/8 l
Olivenöl 4 EL
Balsamico-Essig, weiß 3 EL
Pfeffer
Salz
Paprika 3
Zwiebel 1
Sellerie 1 Stiel
Zubereitung:
Für den griechischen Oktopus Salat am besten ein größerer Polyp verwenden, da sie zarter sind, als die Kleineren.

Wir fahren nach Taroudant in die Sous Ebene und fahren mit der Kutsche nach klein Marrakesch
Wir verlassen nun unser Camp in Sidi Ifni und fahren über Tiznit in der Sous Ebene in die nicht weit von Agadir liegende Provinzstadt Taroudant.
Sous ist einer der 3 größten Flüsse Marokkos nach dem die Stadt benannt wurde. Taroudant liegt in einer der fruchtbarsten Landschaften Marokkos, die Sous-Ebene. Hier stehen die Arganbäume, aus denen das begehrte Öl gewonnen wird. In den kleinen Dörfern des Tals hat sich das ursprüngliche Leben der Berber erhalten.
Der Sous entspringt im Hochgebirge, bahnt sich seinen Lauf in der rötlichen Gebirgslandschaft zwischen Hohem Atlas und Anti-Atlas und mündet schließlich in den Atlantik. An keinem anderen Ort der Welt wachsen die Arganbäume, aus denen das wertvolle und teure Öl gewonnen wird. Gerne klettern Ziegen auf die Arganbäume, um sich vom Fruchtfleisch zu ernähren. Bei der traditionellen Verarbeitung haben die Berberfrauen dann die Kerne aufgelesen und daraus das Öl gepresst. Heute arbeiten sie ein wenig industrieller in Kooperativen mit eigenen Plantagen. Arganöl ist reich an Vitamin E sowie an ungesättigten Fettsäuren und deshalb in der Kosmetikindustrie sehr beliebt.
Die Sous-Ebene liefert nicht nur Arganöl, sondern auch Gemüse, Bananen und Zitrusfrüchte für das ganze marokkanische Königreich.
Das Städtchen Taroudant ist der Hauptort der Region. Es ist nicht nur wegen seiner gut erhaltenen Stadtmauer sehenswert, sondern in den überdachten Souks, man nennt sie auch „Klein Marrakech“ finden wir das Kunsthandwerk der Sous-Ebene. Besonders schön sind die Kästchen aus Thuja Holz, das lange seinen eigentümlichen, aber angenehmen Geruch bewahrt. Silber und Halbedelsteine werden zu außergewöhnlich schönen Schmuckstücken im Berberstil verarbeitet. Leider ist dieser Souk abgebrannt und wir können diesen nicht mehr besuchen. Die heute gefahrene Strecke ist wenig sehenswert, wir sind da verwöhnt und streben schnell unser Ziel an. Abends fahren wir mit der Kutsche ins Zentrum Taroudants. Dort besuchen wir den berühmten Platz „al-Alouayine“.
Schlangenbeschwörer und Gaukler, die vom „großen“ Platz der Gehängten in Marrakech vertrieben wurden, kann man hier abends beobachten.
Abends gehen wir noch in eine Gaststätte.
Wir wünschen eine geruhsame Nacht in Taroudant an der Stadtmauer
Idriss und Wolfgang












Wir fahren heute nicht über den Tiz n Test nach Marrakech
Wir starten in Richtung Marrakech leider auf der Autobahn. Die gesamte Strecke über den Tiz n Test wird neu gebaut, die Straßen verbreitert und mit Asphalt versehen.
Wir müssen noch etwas warten, bis diese wunderbare Strecke wieder ohne Baustellen befahrbar ist.
Marrakech erhielt diesen Beinamen da Marrakech auf roter Erde die allgegenwärtig ist, aufgebaut wurde.
Die marokkanische Stadt Marrakesch ist hinreichend als beliebtes Touristenziel bekannt.
Fährt man in Marrakech ein, bemerkt man einen regelrechten Bauboom. Riads und viele ältere Gebäude werden insbesondre von ausländischen Investoren saniert.
Das alles werden wir in den nächsten Tagen uns etwas näher ansehen.
Wir fahren erst einmal in den zentral gelegenen Stellplatz an, der zweit größtem Moschee Marokkos an der Kotoubia Moschee ein.
Wir begeben uns dann auf den Platz der Gehängten und schauen uns erst einmal um.
Wir gehen etwas essen und kurz in den größten Souk Marokkos.
Wir wünschen eine geruhsame Nacht im Herzen Marokkos
Idriss und Wolfgang


Marrakech – Souk Besuch, Kutschfahrt und abends macht jeder seins - und die Stimme von Marrakech - unser Idriss fährt nun nach Hause
10 Uhr starten wir zu unserer Besichtigungsrunde im Souk und Umgebung.
Ich glaube ´ eine Stadt wie aus 1001 Nacht` ist der meist benutzte Vergleich, wenn über Marrakesch berichtet wird. Ich persönlich finde, der Vergleich hinkt etwas.
Marrakesch hat einen ganz eigenen Charme, eine gewisse Anziehung und seine Reize.
Um 10 Uhr machten wir uns auf den Weg, um die Straßen und engen Gassen des Souks, innerhalb der Medina mit ihren Menschen, Läden, Moscheen und dem eigentlichen, für uns unerkennbaren geordneten Chaos zu erkunden. Wir schlängeln uns durch die engen Gassen, wich Eselskarren und kleinen Lastern aus, und versuchten uns nicht von einem der 300.000 Motorräder überfahren zu lassen. Leichter gesagt als getan.
Sind die Ausweichmöglichkeiten in den kleinen Gassen mit teilweise zerbrechlichen Auslagen und den bis zu den Decken vollgestopften Läden eher begrenzt.
Schlangenbeschwörer, Wasserträger, Geschichtenerzähler. Sonnenbrillenverkäufer, Henna- Künstlerinnen und Affendompteure wuseln zwischen Saft- und Obstständen, Eselskarren, Taxen, Sonnenschirmen und dem Stand des Zahnarztes mitsamt der gruseligen Ausstellung zig gezogener Zähne. Und natürlich nicht zu vergessen die Touristen aus aller Welt. Es ist eine Wonne dem Treiben aus einem der umliegenden Restaurants bei einem Glas Tee zuzusehen.
Für mich oft unterhaltsamer als Fernsehen; Ob sich nun zwei Herren wegen eines Geschäftes in die Haare bekommen, Dompteure gegen klingende Münze die Affen – im Real Madrid Trikot – Salto schlagen lassen, gelangweilte Männer in ihren schubkarrenähnlichen Vehikeln ein Nickerchen machen, Schwarzafrikaner, über und über mit Sonnenbrillen und Ketten behängt, Touristen zu einem Kauf zu nötigen oder Schlangenbeschwörer mit ihren leicht gequälten Musikinstrumenten mutige Touristen zu einem Foto überreden.
Wir besichtigen die verschiedenen Teile des Souk. Teilen sie sich grob in Schmuck, Leder, Gewürze, Töpferware, Färber, Stoffe und Kunst ein.
Wir entdecken einen Kaffeestand, der eine besondere Art von Kaffee anbietet. Der Kaffee wird in einem Sandbett erhitzt und mit unterschiedlichen Gewürzen versehen.
Nach dem durchqueren die Gassen des größten Souks Marokkos startet 16 Uhr die 1-stündige Kutschtour quer durch Marrakesch.
Immer wieder sind wir und unsere Gäste wieder fasziniert von dieser Stadt. Können hier schon seit Jahrhunderten Menschen aller möglichen Religionen friedlich in einer Stadt leben.
Marrakesch, das Herz Marokkos hat es geschafft, Tradition und Moderne irgendwie zu vermischen und sich trotzdem eine gewisse Anziehung bewahrt.
Abends kann jeder nochmals auf eigene Faust die quirlige Stadt erkunden.




















Wir fahren nach Mohammedia
Diese Fahrt ist fast unspektakulär, wir sind von den Landschaften im Süden verwöhnt. Fernverkehrsstraßen und Autobahnen sind heute gefragt.
Wir fahren in Richtung Autobahn.
Nochmals quer durch Marrakesch. Ab dann winken Fernverkehrsstraßen und Autobahnen.
Unser heutiges Camp liegt am Meer aber inmitten der vielen Neubaugebiete in Mohammedia.
Mohammedia und Casablanca zusammen haben über 10 Mio. Einwohner.
Warum?
Marokkos Industrie ist hier installiert.
Kurze Wege in der Produktion führt zu hohen Gewinnen der Industrielen und zu Armut der vielen Menschen die hier Arbeit suchen und letztendendes in den Slums landen.
Das Camp ist großräumig und liegt fast am Atlantik.
Morgen fahren wir dann nach Asilah, unserer letzten Bastion der Marokko Tour. Dort wollen wir 2 Tage verweilen. Wir werden den Stadtrundgang machen, den es am Anfang nicht gegeben hat.
Nun wünschen wir eine geruhsame Nacht
Wolfgang ohne Idriss

Wir fahren nach Asilah zum Camp und übermorgen endet unsere gemeinsame Tour im Hafen von Tanger Med.
Heute steht eine einfache unspektakuläre Strecke an.
Wir fahren zum Camp in Asilah. Wir haben eine neue Strecke organisiert, da das Camp in Moulay Bousselham leider dauerhaft geschlossen hat.
Der Vorteil, wir haben wenige Kilometer zu fahren, also auch Zeit die Stadt Asilah zu beschauen.
Obwohl Asilah nicht weit von Tanger entfernt liegt, wo die meisten Touristen, die von Spanien aus mit der Fähre kommen, durchmüssen, führt es nur wenige ausländische Reisende in die schöne Stadt am Meer.
Asilah ist einfach weder die fluoreszierende Metropole, noch das idyllische Dörfchen, in dem man sich für einen Tag verlieren möchte. Asilah ist etwas dazwischen, wofür es keine starken Werbeparolen in der Touristikbranche gibt.
Das führt dazu, dass das Leben in Asilah noch recht authentisch geblieben ist. Es gibt nur in der Altstadt Geschäfte mit Pluderhosen oder Nippes, in die sich westliche Touristen so gerne stürzen. Die Neustadt hat ihren marokkanischen Reiz erhalten.
Mehr als internationale Touristen kommen die Marokkaner selbst nach Asilah, um Verwandte zu besuchen, sich für einen Tag zu erholen oder dort Urlaub zu machen. Der Alltag in der Stadt ist deshalb nicht langweilig oder gar reizlos, sondern einfach echt marokkanisch , statt auf ausländische Touristen angepasst.
Bei unserem Rundgang bemerken wir, dass die herrliche Aussichtsplattform, nun renoviert wieder den Blick auf die Stadt selbst, aber auch auf die Unendlichkeit des Meeres freigibt.
Besonders in den Abendstunden erwacht Asilah zum Leben. Plötzlich strömen Scharen Einheimischer auf die Straßen, um sich zu unterhalten, mit den Kindern auf den Spielplatz zu gehen oder einen Snack zu sich zu nehmen. Frauen, Männer, junge, fesch angezogene Mädels und Gruppen von Jungs tummeln sich dann auf allen großen Straßen und Plätzen.
Wir wünschen eine vorletzte Nacht am Atlantik in Marokko
Idriss und Wolfgang












Wir fahren zu Grenze in den Hafen Tanger Med.
Bereits 8 Uhr fahren fahren wir in Richtung Grenze.
Wir tanken an der letzten Tankstelle nochmals und fahren in den Hafen ein. Die Formalitäten sind am Fährbüro schnell erledigt.
Die Kontrollen im Hafen durch die Beamten erfolgen problemlos.
Wir verabschieden uns von unseren Gästen, denen unser Marokko hoffentlich gefallen hat. Wir haben uns gerne für diese nette Gruppe engagiert.
Werte Leserinnen und werte Leser, bleiben sie uns treu. Wir starten im Herbst 2026 wieder Touren in Marokko. Welche Tour es sein wird, entscheiden die Buchungen, die wir bis zum Herbst erhalten werden
Wir sind darauf gespannt.
Bleiben Sie uns treu und verfolgen Sie unseren Live Bericht.
Idriss und Wolfgang
Heute ist ein Tag zur eigenen Gestaltung in Asilah
Ausschlafen und Besuch der Stadt sind die Renner heute. Ein Besuch der Stadt Asilah lohnt immer, gibt es doch viel zu entdecken.
Es gibt viele Restaurants und Hotel. Es gibt eine Katholische Kirche, die auf die Toleranz der Marokkaner im Umgang mit Ausländern hinweist. Wie oft habe ich schon erlebt, das wild fremde Menschen, jung und alt zu mir kamen und mich herzlich in Marokko begrüßten.
Die Tour geht morgen mit der Tour in den Hafen zu ende.
Die Tage verflogen wie im Fluge. Wir haben jede Menge erlebt, auch das Leben der einfachen Marokkaner in Ait Ouarzag unserem Wohnort hier in Marokko.
Morgen geht es heimwärts für unsere Gäste.
Viele Grüße von
Wolfgang und Idriss

Waren Sie mit uns unterwegs? Wir freuen uns über Ihre Meinung!
⭐ Bewertung schreiben